MARKETING


Professionelles Marketing im Internet

 

Online-Marketing bietet gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen eine große Chance für eine gezielte Werbung, stellte das eBusiness-Barometer in einer Umfrage fest. In der Tat sind die Möglichkeiten für Online-Werbung vielfältig und auch effizient, wenn man einige Parameter beachtet. Das Online-Marketing der Zukunft aber scheint der interaktive Dialog mit dem Konsumenten zu sein.

 

Jedes Unternehmen ist bestrebt, dauerhafte Kontakte mit seinen Kunden zu erreichen. Im Internet geht das wohl nur mit einer Mischung  aus unterhaltsamen und zugleich sinnvollen Inhalten, um diese Kundenkontakte auch in Kaufaktionen umzuwandeln. Man spricht von sogenannten Social Network Communities, deren Wachsen für bestimmte Zielgruppen künftig immer wichtiger sein wird. Auch online sind starke Marken von großer Bedeutung. So wirken auf den Betrachter kreativ gestaltete Banner in großem Maß. Die bedeutendsten Online-Werbeschienen sind das E-Mail-Marketing (samt Response) und das Affiliate-Marketing.


E-Mail-Marketing
Werbung über E-Mails kann sehr erfolgreich sein. Über einen Newsletter für die eigene Geschäftsidee zu werben und über spezielle Angebote, Gewinnspiele oder Aktionszeiträume Kunden zu gewinnen, ist eine moderne und vor allem kostengünstige Werbemöglichkeit. Doch nicht alles ist erlaubt. Manche Kostenfallen lassen sich umgehen und rechtliche Probleme ausklammern.


Wie sieht nun professionelles E-Mail-Marketing aus? Die Vorteile seien eine effiziente Werbeerfolgskontrolle, weil die Ergebnisse sofort messbar seien, betont Ole Albers, Leiter einer Agentur für E-Mail-Marketing in Hamburg. Man könne sofort nachvollziehen, welcher User reagiert hat und dadurch eine Kernzielgruppe erstellen. Die Wirkung von Newslettern wird aber oft überschätzt. Stichwort Response: Auf 1.000 E-Mails erhält man in der Regel maximal zwei Reaktionen. Der Response (Rücklauf) ist in den ersten Tagen sehr hoch, erreicht dann den Höhepunkt und fällt anschließend kontinuierlich ab. Die Höhe der Rückmeldungen hängt von vielen Faktoren ab, etwa von der Adressqualität beim Mailen oder der Attraktivität des Produkts. Meist schwanken Responsequoten sehr stark und liegen zwischen 0,1 und 45 Prozent.


Auch beim E-Mail-Marketing gilt: Je kleiner die Marktnische, desto höher die Identifikation mit dem Versender. Die Botschaften in Newslettern sollten kurz und prägnant sein. Besonders wichtig ist neben der Absender-Adresse (hier sollte der Empfänger eindeutige Rückschlüsse ziehen können) auch der Text in der Betreff-Zeile. Kunden schließen oft von der Qualität des E-Mail-Textes auf die Qualität der Produkte. Noch besser sind E-Mails, die den Empfänger ganz persönlich ansprechen. Für einen erfolgreichen E-Mail-Newsletter spielen folgende Faktoren eine große Rolle: einfache Anmeldung, hoher Personalisierungsgrad, gute Gestaltung, interessante Inhalte und aktuelle Angebote.


Wie kommt man an E-Mail-Adressen potentieller Kunden? Entweder über ein Registrierungsformular auf der eigenen Website, über Gewinnspiele oder Download-Angebote. Auch auf Messen bietet sich Gelegenheit, Kundenadressen zu sammeln. „Allerdings“, so Ole Albers, „muss der User darauf hingewiesen werden, dass seine Adresse für ein E-Mail-Marketing verwendet wird.“ Man sollte den Kunden regelmäßig mit Newslettern versorgen, ihn aber nicht überschütten. 14-tägig oder einmal im Monat genügt.


Zur rechtlichen Situation: Nicht alles ist bei der Newsletter-Werbung erlaubt. So dürfen nur Personen angeschrieben werden, die sich auch damit einverstanden erklärt haben. Nicht erlaubt ist übrigens die Kontaktaufnahme per E-Mail, um das Einverständnis für eine künftige Newsletter-Werbung einzuholen. Gegen das unerlaubte Versenden von Massen-E-Mails zu Werbezwecken (Spamming) können die Empfänger Rechtsmittel ergreifen.

 

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