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Immer mehr Menschen kaufen online
Der Online-Handel ist bereits zum Massenphänomen geworden. Seit 2005 stieg der Weltmarkt bei Online-Shopping um rund 40 Prozent. Über 85 Prozent aller weltweiten Internet-User haben auch schon einmal über das Internet Waren bestellt. In Europa sind es sogar 93 Prozent.
Die fanatischsten Online-Einkäufer leben in Südkorea und Japan, in Europa liegen die Briten, Dänen, Holländer und Deutschen nahezu gleichauf vorne.
Man glaubt es kaum: Das am meisten über Internet verkaufte Produkt ist das Buch. Von den 43 Millionen deutschen Internet-Usern bestellen 41 Prozent Waren im World Wide Web. In ihren elektronischen Warenkörben landen nach den Büchern vor allem Bekleidung, Videos und DVDs sowie Veranstaltungstickets und Elektroartikel. Auch Kosmetika und Nahrungsergänzungsmittel werden zunehmend öfter im Internet gekauft. Rund 60 Prozent aller Online-Shopper weltweit bezahlen am liebsten mit Kreditkarte.
Online-Handel beim Versand am stärksten
Die Deutschen werden im Jahr 2009 voraussichtlich mehr als 15 Milliarden Euro für Interneteinkäufe ausgeben. Das sind 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Beim Versand ist der Online-Handel am umsatzstärksten. Allerdings nutzen rund 69 Prozent aller Online-Käufer noch gedruckte Kataloge, bevor sie im Internet bestellen, stellte der Bundesverband des Deutschen Versandhandels fest.
Das Internet spielt auch auf einer anderen Ebene eine bedeutende Rolle: Fast 97 Prozent aller User nutzen das Internet für die Produktinformation und werden in ihrer Kaufentscheidung vom Internet stark beeinflusst; etwa 89 Prozent bei Flugtickets und 87 Prozent beim Buchen von Ferien. Am geringsten ist der Einfluss beim Kauf von Medikamenten.
Frauen liegen beim Online-Kauf vorne
Bei Umfragen zu den Vorteilen von Online-Einkäufen geben die User zum einen die schnelle Lieferung, zum anderen die Möglichkeit des "Rund um die Uhr" - Einkaufens als größte Vorteile an. Obwohl sie nicht so häufig wie Männer im Internet surfen, liegen die Frauen bei Online-Einkäufen vorne. Vor allem einkommensstarke Frauen (mehr als 3.000 Euro) verspüren die größte Lust am virtuellen Einkaufsbummel (laut Studien von ebay sowie eCommerce im Auftrag der Postbank). Die Qualität der Produkte spielt bei Frauen ebenfalls eine größere Rolle. Eindeutig vorne liegen die Männer beim Online-Banking.
Der gesamte E-Commerce-Bereich (Internet-Wirtschaft) macht in Deutschland einen jährlichen Umsatz von mehr als 400 Milliarden Euro. Damit hat die Bundesrepublik in Westeuropa einen Marktanteil von 30 Prozent vor Großbritannien (19 %), Frankreich (15 %), Italien (11 %) und Spanien (6 %). Bis zum Jahr 2010 soll der Umsatz in Deutschland auf etwa 780 Milliarden steigen. In den USA wurden zum Beispiel im Jahr 2007 rund 116 Milliarden Dollar im Internet umgesetzt.