


Bestsellerautor Dan Brown beim Weltverlag
Er verkaufte über 300 Millionen Bücher und gehört mit einem geschätzten Vermögen von 250 Millionen Dollar zu den Topverdienern unter den Besteller-Autoren. Dan Brown legte vor kurzem seinen neuen Mystery-Thriller „Das verlorene Symbol“ vor. Er verkaufte sich in den USA innerhalb von 24 Stunden. Seine Romane gehen weg wie die warmen Semmeln. Die Weltverlag Aktiengesellschaft hat den neuen Dan Brown-Knüller nun in ihr Sortiment aufgenommen.
Sechs Jahre schrieb Brown an seinem neuen Thriller (die deutsche Übersetzung erschien wieder bei Lübbe), der erneut alle Essenzen beinhaltet, die ein Brown-Fan erwartet: eine Mischung aus Action, Wissenschaft und Geschichte. Schon der erste Satz hat eine große Botschaft: „Das Geheimnis liegt darin, wie man stirbt.“ Es folgen rund 800 Seiten Hochspannung. In klarer Sprache und 133 kurzen Kapiteln.
Diesmal wird der Harvard-Professor Robert Langdon, Experte für die Entschlüsselung und Deutung mysteriöser Symbole, Frauenschwarm und Charmeur, nach Washington gelockt. Dort jagt er durch dunkle Kammern, Tempeln und Tunneln auf der Suche nach Geheimnissen. Involviert ist der älteste Geheimbund der Welt, die Freimaurer. Zwölf Stunden bleiben Professor Langdon Zeit, um seine Aufgabe zu erfüllen. Danach wird die Welt, die wir kennen, eine andere sein.
Um vier Uhr früh aus den Federn
Eigentlich bräuchte er nicht mehr arbeiten. Doch Dan Brown war auf dem Weg zum Ruhm immer konsequent und diszipliniert und ist es heute noch. Er steht jeden Tag um vier Uhr früh auf, mixt sich Obst und Gemüse zu einem Powerdrink, wie Brown in einem Interview mit der BILD-Zeitung äußerte, kocht sich dann einen Kaffee. Dann beginnt sein Schreibtag. Ohne Telefon, ohne Internet, dafür aber mit Computer. Zuvor macht der 45-jährige US-Schriftsteller, geboren in Exeter, New Hampshire, noch Gymnastik. Er hängt sich mit den Füßen an einer Stange ein und lässt den Kopf nach unten baumeln. Das Blut schießt in den Kopf, das regt den Ideenfluss an. Den braucht er auch, um seine megalangen Romanen zu schreiben. Exposés für zwölf weitere Bücher lägen in seinem Schreibtisch, sagt Dan Brown. Darunter soll sich angeblich eines über Wolfgang Amadeus Mozart befinden (der ja bekanntlich auch Freimaurer war).
Dan Brown, Sohn eines Mathematikprofessors und einer Musikerin, war als Englischlehrer tätig, bevor er mit „Illuminati“ einen ersten, weltweiten Erfolg landete. Er sieht eher aus wie ein biederer Beamter, adrett, verlässlich, vertrauenswürdig. Doch in „seiner Welt“ lässt es Brown krachen, er vermischt seine Fantasien mit realen, historischen und religiösen Begebenheiten.
Zu seinen Themen inspiriert wurde Brown auf einem Urlaub in Tahiti 1994, wo er am Strand ein altes Exemplar von Sidney Sheldons „Die letzte Verschwörung“ fand und in einem Zug auslas. Er dachte sich: „Das kannst du auch.“ Und so geschah es.
Es folgten die Bestseller „Meteor“ und „Sakrileg“. Erst danach erschien sein Debütroman „Diabolus“ auch in deutscher Übersetzung. Wie sagte Dan Brown so schön: „Robert Langdon klärt Verschwörungen im Handumdrehen auf, neigt zu halsbrecherischen Stunts und liebt schönen Frauen, besitzt Sexappeal und gute Manieren. Robert Langdon ist gescheit, gewitzt und genial. Kurz: Er ist der Mann, der ich gern wäre.“
Browns Romane sind in 35 Sprachen übersetzt worden. „Illuminati“ und „Sakrileg“ wurden – jeweils mit Tom Hanks in der Hauptrolle – auch verfilmt. Brown ist verheiratet und lebt mit seiner Frau Blythe, einer Kunsthistorikerin, in Neuengland.