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Online-Buchgeschäft im Aufwind
Der stationäre Buchhandel in Deutschland ist mit einem Umsatzanteil von 52 Prozent zwar immer noch der wichtigste Absatzkanal für Bücher, doch der Online-Handel holte kräftig auf und legte als einziger Bereich zu.
Auch wenn das E-Book immer mehr in den Markt eingedringt, machen die Verlage und Buchhandlungen nach wie vor das Hauptgeschäft mit ihren gedruckten Produkten. So blieben sogar im Krisenjahr 2008 die Erlöse stabil. Die Branche erwirtschaftete einen Umsatz von fast zehn Milliarden Euro (plus 0,4 Prozent).Verlage und Buchhandlungen haben zwar etwas vom Umsatzantzeil verloren, bleiben aber die wichtigste Absatzschiene für Bücher.
Die Leser entdecken jedoch immer mehr die Vorteile von Online-Bestellungen. Rund drei Viertel der Erlöse im Versandbuchandel (Anteil am Markt 14 Prozent) werden bereits über das Internet gewonnen. Das ist rund eine Milliarde Euro. Das Online-Geschäft legte um 20 Prozent zu. Marktanteile verloren haben Warenhäuser und Buchklubs. Leicht zulegen konnten Verkaufsstellen wie Discounter, Supermärkte oder Tankstellen.
Die meisten Verlage in München
Die bayerische Hauptstadt hat bei der Zahl der Verlage in Deutschland die Nase vorn. 176 Verlage sind in München beheimatet, 166 in Berlin, 94 in Stuttgart, 90 in Hamburg und 81 in Köln. Hardcoverausgaben sind die bevorzugte Version bei den Käufern. Im Rennen der Sparten siegte die Belletristik vor den Ratgebern und den Kinder- und Jugendbüchern.